Marie Antoinette

Schlief Marie Antoniette in Unadingen? Oder doch nur ein Teil ihres Gefolges? Oder fuhr sie nur durch? Hier gibt es einige widersprüchlich Aussagen. Fest steht wohl folgendes:

Im Dezember 1769 unterrichtete der spätere Kaiser Josef II., seit 1765 Mitregent seiner Mutter, der Kaiserin Maria Theresia, den Fürsten Josef Wenzel zu Fürstenberg über den beabsichtigten Brautzug seiner Schwester Marie Antonia von Wien nach Paris. Als Nachtstation war das fürstliche Schloß zu Donaueschingen vorgesehen.

Der Brautzug der Kaisertochter traf, von der Nachtstation Stockach über Engen kommend, am Abend des 3. Mai 1770 in Donaueschingen ein.
In der Frühe des 4. Mai setzte sich das Geleit in Richtung Freiburg in Bewegung. Es bestand aus der von 6 Lipizzanerschimmeln gezogenen weiß-goldenen Karosse mit der Thronfolgerin von Frankreich und weiteren 21 Sechsspännern der Hohen Herrschaften. Ihnen folgte in 57 Kaleschen (leichte Kutschen mit Faltverdecken) und Wagen mit 450 Reit- und Zugpferden das Gefolge mit 250 Personen.

Die Ortsvögte hatten Anweisung erhalten, ihre Bewohner nicht haufenweise nach Donaueschingen zu lassen. Sie sollten sich in oder bei ihren Dörfern beiderseits der Straße in einheitlicher Tracht aufstellen: die Burschen in rotem Wams, die Männer in grauen Röcken und die Mädchen mit Schäppeln oder Brautkränzen.

antoinette

Dieses Bild soll die Ankunft des Brautzuges von Marie Antoinette in Unadingen zeigen.