Weihnachtskrippe
Die Weihnachtskrippe in der Unadinger Pfarrkirche St.Georg hat eine besondere Geschichte. 1936 vermachte der Wagnermeister und Schlittenfabrikant Josef Rosenstiel, die von ihm gefertigte Herberge der Pfarrgemeinde und setzte sich damit Anfeindungen der örtlichen jungen Nationalsozialisten unter Anführung des Unterlehrers Brauchle aus. Doch der damalige Pfarrer Karl Behringer, bekannt durch seine diplomatische Vorgehensweise auch in den politisch schwierigen Zeiten, schätzte die Schenkung. Aus Freude und Dankbarkeit über die Geburt des Sohnes Fidelis stiftete Rosenstiel auch die heute noch existierenden Krippenfiguren dazu. Auch wenn zu Hause jede Hilfe vor Weihnachten durch die Schlittenproduktion benötigt wurde, so habe er es sich lange Jahre nicht nehmen lassen, die Weihnachtskrippe in der Kirche selbst auf einem von ihm gebauten Gerüst aufzubauen. Dabei habe auch die Verkleidung des Holzgerüstes und die spätere elektrische Versorgung schon einige Zeit in Anspruch genommen. Der Unadinger Maler Erich Baier verhalf auf Initiative von Fidelis Rosenstiel den Krippenfiguren vor einigen Jahren zu einem neuen Farbenkleid.

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