Tanja Fröhr

Bericht aus der Badischen Zeitung vom 30. Januar 2016 - Christa Maier

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Tanja Fröhr (30) aus Unadingen ist frisch gebackene Doktorin der Chemie.

Ihre Doktorarbeit hat sie mit der Note „magna cum laude, sehr gut“ abgelegt.

Doktor in Chemie.

Tanja Fröhr aus Unadingen hat vor wenigen Tagen an der Universität Bielefeld ihre Doktorarbeit in Chemie mit der Note "magna cum laude, sehr gut" abgelegt. Die 30-Jährige überzeugte mit ihrem Thema "Neuartige Peptidotriazole", bei dem sie die chemische Veränderung von Peptiden (wie Hormone oder Botenstoffe) erforschte. Ziel der Forschungen ist es, Peptide durch künstlich hergestellte chemische Verbindungen zu ersetzen, um eine höhere Stabilität zu erreichen.

"Beispielsweise könnten so Medikamente mit verbesserter Wirkung entstehen", nennt sie eine der langfristigen Chancen. Bei der mündlichen Doktorprüfung im vollen Hörsaal der Universität Bielefeld waren auch Eltern, Geschwister und Großmama dabei. "Als ich die ersten beiden Fragen sofort beantworten konnte, verschwand die Nervosität", sagt die ehemalige Schülerin der Löffinger Realschule.

Nach dem Abitur am Kreisgymnasium begann sie 2004 eine Ausbildung als Laborantin, die sie zugunsten des Chemiestudiums in Tübingen abbrach. Nach dem Studium 2011 wechselte sie zur Universität Bielefeld, die sie im Dezember 2015 als Doktorin verließ. Die Stellensuche in Richtung Pharma, Analytik oder Qualitätskontrolle steht jetzt im Vordergrund. Dass sie den Suchradius ins Ausland ausweiten muss, ist eine Erfahrung, mit der sie gut leben kann.



Tanja Fröhr

Bild: Christa Maier