Heinrich Egy
Heinrich Egy seit 30 Jahren vor allem in heimatlichen Gefilden auf Fotopirsch


"Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah" - das bekannte Sprichwort spiegelt sich in der Leidenschaft von Heinrich Egy aus Unadingen wider, den es seit über 30 Jahren immer wieder zur Fotopirsch in die Gauchachschlucht zieht. "Ich war schon im Urwald in Australien, in Island und in Nepal, doch die Gauchachschlucht fasziniert mich immer wieder", betont der Hobbyfotograf, der sich von der wildromantischen Naturlandschaft magisch angezogen fühlt. Immer wieder biete sich ihm dort ein anderes Bild: einmal führt die Gauchach nur wenig Wasser und lässt in sein steiniges Flussbett blicken, ein andermal präsentiert sich das beschauliche Flüsschen als reißender Strom, der den Wasserstand fast bedrohlich ansteigen lässt. Im Morgennebel oder in der Abenddämmerung, immer wieder entdeckt der Hobbyfotograf die heimatliche Schlucht neu. Besonders im Wechsel der Jahreszeiten präsentiere sich das Kleinod immer anders, wie seine umfangreiche Bildersammlung ("So an die 2000 Dias dürften es schon sein") dokumentiert.

Manchmal sei er von der Grünburg bis zur Mündung in die Wutachschlucht eine Stunde unterwegs, manchmal benötige er aber auch drei Stunden. Dabei schreckt der leidenschaftliche Lichtbildner auch nicht davor zurück, für die seltene Aufnahme einer Wasseramsel oder eines Wasserfalles, dem man die Fließgeschwindigkeit fast ansehen kann, sein Stativ mitten in der Gauchach zu platzieren oder sich auch mal in den Schlamm zu legen, wenn es das gesteckte Ziel erfordert. Das Ergebnis sind fantastische Naturaufnahmen, mit denen er schon mehrmals bei Geranienfesten, bei der 850-Jahr-Feier oder dem SVU-Festbankett Begeisterung hervorrief.







Etliche Preise heimste Heinrich Egy bei Fotowettbewerben ein und wurde auch mehrfach Vereinsmeister bei der BSW-Fotogruppe Villingen, wo er seit Jahren Mitglied ist. Eine Ausstellung 1992 bei der Volkshochschule St. Märgen fand ebenfalls großen Anklang und auch die Gäste im "Hirschen" in Unadingen führt er regelmäßig zu den Naturschönheiten im Schwarzwald.

Das Fotografieren hat in der Familie des Stadtrats und neu gewählten Ortschaftsrats Heinrich Egy fast Tradition: schon sein Götti Fritz Egy hielt das Ortsgeschehen in den 50er- und 60er-Jahren fotografisch fest und schoss unzählige Fotos für Pässe, Führerscheine oder Vereins-Ausweise. Von dieser Leidenschaft wurde nicht nur der Onkel von Heinrich Egy, German Hasenfratz, bekannter Fotograf und Maler aus Hüfingen, angesteckt, sondern auch Cousin Helmut Egy aus Unadingen, "Hof-Fotograf" des Narrenvereins.


Badische Zeitung vom Freitag, 27. August 2004
Von Christa Maier