Heiko Zorn
Heiko Zorn auf den Spuren von Helmut Kohl?


Als CDU-Chef Karl Müller das Amt antrat, kam Heiko Zorn gerade in den Kindergarten. Jetzt macht sich der Junge daran, den „Helmut Kohl von Bräunlingen“ abzulösen. Generationswechsel ist angesagt bei Bräunlingens führender politischer Kraft.
Schon vor Jahren hatte Karl Müller (66) den Rückzug aus der Kommunalpolitik angekündigt, jetzt ist er beschlossene Sache. In der Generalversammlung am 28. November wird Müller den Mann vorstellen, der an diesem Abend zunächst als neuer Vize-Vorsitzender zur Wahl steht und den der letztmals kandidierende Müller dann zwei Jahre lang zum Nachfolger für die Spitzenposition aufbauen will: Heiko Zorn. Josef Nobs tritt aus Belastungsgründen nicht mehr für die Vize-Position an. Zorn lebt erst seit gut zwei Jahren in Bräunlingen. Parteierfahrung sammelte er am früheren Lebensmittelpunkt Unadingen als CDU-Mitglied, aber nicht als Funktionär. Konkrete Ziele für die künftige Bräunlinger Aufgabe hat er noch nicht abgesteckt: „Zunächst wird es darum gehen, Tuchfühlung zu den Themen und Zusammenhängen zu bekommen. Dann wird man sehen, welche Schwerpunkte zu setzen sind.“ Die Verjüngungskur im Stadtverband greift noch tiefer. Gestern Abend trat nach langer Abwesenheit eine neue Junge Union ins Leben, Gründung war in Döggingen. Aus dieser Nachwuchsschmiede der CDU sollen mehrere Funktionsträger als Beisitzer in die Stadtverbandsführung berufen werden, kündigt Karl Müller an. 2009 für den Bräunlinger Gemeinderat zu kandidieren plant Heiko Zorn nicht. Der langjährige Fraktionschef Karl Müller hat über seinen Wiederantritt noch nicht entschieden.


Südkurier, 22. November 2008