Lukas Dieterle

Die Sieger des 45. Bundeswettbewerbs von Jugend forscht stehen fest. Bundesbildungsministerin Annette Schavan zeichnete am Sonntag Deutschlands beste Jungforscherinnen und Jungforscher in Essen aus. Zu den Siegern gehört auch Lukas Dieterle aus Unadingen. Zusammen mit seinen Partnern Florian Schreier (20), Thomas Irion (18) hat der Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums in Donaueschingen den Bundespreis im Fach Biologie erhalten. Das Trio programmierte eine Software, mit der sich das Schwarmverhalten virtueller Fischschwärme realitätsnah simulieren lässt. Seit zwei Jahren untersuchten und analysierten sie das "Schwarmverhalten von Fischen in H2O und Silizium", im März wurden der Unadinger Nachwuchsforscher Lukas Dieterle zusammen mit seinen Schulkollegen Schreier (Bräunlingen) und Irion (Öfingen) dann mit dem zweiten Platz im südbadischen Regionalwettbewerb "Jugend forscht" belohnt (wir berichteten). "Jugend forscht leistet einen wichtigen Beitrag, Jugendliche für Wissenschaft und Forschung zu begeistern. Viele Forscherinnen und Forscher haben mit der Teilnahme an diesem Wettbewerb den Grundstein für eine erfolgreiche Wissenschaftskarriere gelegt", sagte Schavan, die die Spitzenleistungen der Finalisten würdigte. "Wir müssen gemeinsam mit großem Nachdruck daran arbeiten, die Zahl der klugen Köpfe in Deutschland zu erhöhen", betonte Ralph Labonte, Personalvorstand der ThyssenKrupp AG. Das Unternehmen richtete den Bundeswettbewerb 2010 gemeinsam mit der Stiftung Jugend forscht aus. Nach Baden-Württemberg ging auch der Preis der Bundeskanzlerin: Zwei Auszubildende erleichtern mit ihrer Entwicklung die Arbeit von Feuerwehrleuten. Ihre Maschine wickelt Rettungsleinen nach dem Einsatz zeitsparend und zuverlässig automatisch auf. Im Fachgebiet Arbeitswelt siegten ebenfalls zwei Schüler aus dem Land: Statt wie bisher aufwendig von Hand kann ihre Vorrichtung unterschiedliche Gewindetypen in Sekundenschnelle automatisch bestimmen. 

Badische Zeitung 27. Mai 2010 von Christa Maier